Tollwut

Am Mittwoch bestätigte Italien seinen ersten Tollwutfall seit 2011, nachdem ein illegal eingeführter Hund in Vittorio Veneto in der Region Venetien diagnostiziert wurde. Laut den italienischen Veterinärbehörden stammte das Tier aus Marokko, reiste über Spanien und kam im Dezember 2025 außerhalb der offiziellen Einfuhrbestimmungen nach Italien. Der Hund wurde aufgrund schwerer klinischer Symptome eingeschlaefert, und die Laboruntersuchung bestätigte am 27. Mai 2026 Tollwut.
- Schnelle Massnahmen im Bereich öffentlicher Gesundheit und Tiergesundheit
Der Fall löste eine umfangreiche Reaktion der öffentlichen Gesundheitsbehörden und der Veterinärmedizin aus. Mehr als 30 Personen, die Kontakt mit dem Hund hatten, erhielten eine Nachsorge, einschließlich Impfungen und Immunglobulinbehandlung, falls erforderlich. Kontaktierte Tiere wurden unter strenger Beobachtung gestellt. Die örtlichen Behörden starteten zudem eine Notfall-Tollwutimpfkampagne für etwa 4.400 Hunde und rund 1.000 Streunerkatzen in der Gemeinde. Veterinäre wurden beauftragt, die Impfungen durchzuführen, Gesundheitsakten zu aktualisieren und die Registrierung der Tiere in der nationalen Heimtierdatenbank sicherzustellen. - Die Bedeutung der Vorsorge
In Ländern, die offiziell tollwutfrei sind, bleibt die größte Gefahr die Einschleppung infizierter Tiere durch illegale oder nicht regelkonforme Transporte. Wie UEVP-Präsident Volker Moser bemerkte: „Zunehmende internationale Reisen und Haustierbewegungen machen Vorsorge, Überwachung und Zusammenarbeit wichtiger denn je. Veterinäre stehen an vorderster Front bei Zoonosen und aufkommenden Krankheiten.“ Dies wird auch im Positionspapier der FVE zur Rolle der Veterinärberufe in der Pandemievorsorge unterstrichen.
Quellenangabe: UEVP