Zum Hauptinhalt springen

Vogelgrippe


Zwei Vogelgrippe-Impfstoffe die Zulassung in der EU erhalten. (auch ein Impfstoff für Puten) Boehringer erhält positive EU Zulassung für zwei Vogelgrippe-Impfstoffe | Boehringer Ingelheim DE
The Netherlands: a turning point for avian influenza control Die Niederlande rücken einer Pflichtimpfung gegen hochpathogene aviäre Influenza (HPAI) bei Legehennen näher. Nach einer verheerenden Periode mit Dutzenden von Ausbrüchen und der Keulung von mehr als 2,3 Millionen Vögeln kündigte die niederländische Regierung Mitte Mai Pläne an, noch vor Jahresende eine nationale Impfstrategie zu entwickeln – in Absprache mit der Geflügelbranche.
  • Feldstudien zeigen starken SchutzeffektDie politische Wende stützt sich auf vielversprechende Ergebnisse einer großangelegten Feldstudie bei Legehennen mit zwei HVT-basierten H5-Impfstoffen, durchgeführt von der Wageningen University & Research, Royal GD und der Universität Utrecht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Impfung die Virusübertragung, Sterblichkeit und das Ausbruchsrisiko deutlich senkte. Laut den Autoren der Studie sank das geschätzte Ausbruchsrisiko nach Virus-Einführung „von rund 96 % in nicht geimpften Beständen auf zwischen 10 % und 30 % in geimpften Beständen.“
  • Überwachung bleibt entscheidendDie Forschenden betonen, dass Impfung „keine alleinstehende Lösung“ sei. Da klinische Anzeichen und Sterblichkeit in geimpften Beständen weniger sichtbar sein können, bleiben robuste Überwachungssysteme von zentraler Bedeutung. Erfreulicherweise konnten mit geeigneter Überwachung mehr als 93 % der Ausbrüche weiterhin erkannt werden, während über 8.600 Bluttests bestätigten, dass die aktuellen Diagnosewerkzeuge wirksam bleiben.
  • Saisonale Grippeimpfungen für Veterinär:innen Die niederländische Regierung plant außerdem, ab der nächsten menschlichen Grippesaison saisonale Influenza-Impfungen für Berufsgruppen mit höherem Risiko anzubieten, darunter Geflügelveterinäre, Landwirt:innen und Tierambulanzpersonal.
  • Volker Moser, Präsident der UEVP, kommentierte: „Vorbeugen ist besser als Töten. Die Erfahrungen in den Niederlanden deuten darauf hin, dass Impfung in Kombination mit Überwachung und Biosicherheit eine nachhaltige, langfristige Strategie zur Kontrolle der aviären Influenza in Europa werden könnte – ganz im Einklang mit der kürzlichen FVE-Erklärung zur Tierimpfung.“

  • Antikörper gegen das Vogelgrippevirus, das in Milchkuh gefunden wurde | Nachrichtenbericht | Rijksoverheid.nl und Avian influenza detected in a Dutch cow – UEVP Milchkuh mit Antikörpern gegen Vogelgrippe | Parlamentspapier | Rijksoverheid.nl In den Niederlanden wurden erstmals in Europa Antikörper gegen das Vogelgrippevirus H5N1 bei einer Milchkuh nachgewiesen. Dies teilte die niederländische Ministerin für Landwirtschaft, Fischerei, Ernährungssicherheit und Natur am 23. Januar mit. Zuvor war im Dezember auf demselben Betrieb eine Infektion bei einer Katze bestätigt worden; daraufhin wurde die Herde untersucht. Die betroffene Kuh zeigte im Dezember Mastitis- und Atemwegssymptome, war zum Zeitpunkt der Probenahme jedoch wieder vollständig genesen. Alle weiteren Milchkühe wurden beprobt; die bisherigen PCR-Tests sind negativ, was derzeit keine Hinweise auf eine aktive Viruszirkulation oder Ausbreitung in anderen Betrieben erkennen lässt. Das niederländische Institut für öffentliche Gesundheit (RIVM) stuft das Risiko für die Bevölkerung weiterhin als „sehr gering“ ein. Während der Krankheitsphase wurde die Milch der betroffenen Kuh verworfen; zudem wird die Milch des Betriebs vor dem Verkauf pasteurisiert. Trotzdem wird angesichts des hohen Infektionsdrucks zur veterinärmedizinischen Wachsamkeit aufgerufen: Verdachtsfälle sollten gemeldet werden. Mögliche klinische Anzeichen bei Rindern sind Fieber, Appetitverlust, plötzlicher Milchrückgang sowie dicke, verfärbte Milch. „Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung von Überwachung und eines One-Health-Ansatzes bei neuen Infektionen“, betont Volker Moser, Präsident der UEVP. „Entscheidend sind Vorbereitung und die enge Zusammenarbeit zwischen Tierärzten, Landwirten und Behörden.“
  • Hier finden Sie Informationen über die aktuelle Lage von Vogelgrippe bei Wildvögeln und in Geflügelhaltungen im Kanton Zürich und über die damit verbundenen Vorschriften und Massnahmen: Vogelgrippe | Kanton Zürich
  • Im Januar 2026 wurde entlang des Rheins in den Kantonen Schaffhausen und Thurgau mehrmals das Vogelgrippevirus H5N1 nachgewiesen.  Es wurde ein 1 km breites Streifen entlang  des Untersee- und Rheinufers zum tierseuchenpolizeilichen Kontrollgebiet erklärt. Kontrollgebiet
  • Das eingerichtete Kontrollgebiet konnte wieder aufgehoben werden. Es wurden keine weiteren toten Wildvögel gefunden und positiv auf Vogelgrippe getestet. Die betroffenen Geflügelhaltungen wurden direkt vom Veterinärdienst Luzern über die Aufhebung informiert. Veterinärdienst – Luzern
  • Die Geflügelpest, auch Aviäre Influenza oder Vogelgrippe genannt, breitet sich weiterhin in Europa aus und ist auch in der Schweiz aufgetreten. Geflügelhaltende sollten besonders wachsam sein und auf mögliche Symptome achten. Das BLV hat deshalb die Präventionsmassnahmen landesweit verstärkt. Detaillierte Informationen und Empfehlungen finden Sie auf der offiziellen Seite des BLV: Vogelgrippe beim Tier
  • Übersichtskarten der in Deutschland und Europa festgestellten HPAI-Infektionsfälle Karten zu HPAI | Friedrich-Loeffler-Institut