{"id":4202,"date":"2026-06-24T15:15:03","date_gmt":"2026-06-24T14:15:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nutztiergesundheit-schweiz.ch\/?p=4202"},"modified":"2026-06-24T15:15:03","modified_gmt":"2026-06-24T14:15:03","slug":"moderhinke-bekaempfung-wirkt-anteil-positiver-schafbetriebe-sinkt-auf-9-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nutztiergesundheit-schweiz.ch\/fr\/moderhinke-bekaempfung-wirkt-anteil-positiver-schafbetriebe-sinkt-auf-9-prozent\/","title":{"rendered":"Moderhinke-Bek\u00e4mpfung wirkt: Anteil positiver Schafbetriebe sinkt auf 9 Prozent"},"content":{"rendered":"<p>Das nationale Bek\u00e4mpfungsprogramm zeigt Wirkung: Der Anteil der von Moderhinke betroffenen Schweizer Schafhaltungen ist von 22 auf 9 Prozent gesunken. F\u00fcr den weiteren Erfolg bleiben Sanierung, Biosicherheit und die Kontrolle des Tierverkehrs entscheidend.<!--more--><\/p>\n<p>Die Moderhinke-Bek\u00e4mpfung in der Schweiz zeigt deutliche Fortschritte. Erfahren Sie, was Schafhaltende bei S\u00f6mmerung, Tierverkehr und Biosicherheit beachten m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Empfohlene Verlinkungen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li data-section-id=\"1ub1xxu\" data-start=\"76\" data-end=\"316\"><strong data-start=\"78\" data-end=\"181\">BLV \u2013 Nationale Bek\u00e4mpfung der Moderhinke (Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen)<\/strong><br data-start=\"181\" data-end=\"184\" \/><a class=\"decorated-link\" href=\"https:\/\/www.blv.admin.ch\/blv\/de\/home\/tiere\/tierseuchen\/bekaempfung\/projekt-moderhinke.html\" target=\"_new\" rel=\"noopener\" data-start=\"186\" data-end=\"276\">https:\/\/www.blv.admin.ch\/blv\/de\/home\/tiere\/tierseuchen\/bekaempfung\/projekt-moderhinke.html<\/a><\/li>\n<li data-section-id=\"16jmms3\" data-start=\"318\" data-end=\"547\"><strong data-start=\"320\" data-end=\"421\">BGK \u2013 Informationen &amp; Moderhinke-Beratung (Beratungs- und Gesundheitsdienst f\u00fcr Kleinwiederk\u00e4uer)<\/strong><br data-start=\"421\" data-end=\"424\" \/><a class=\"decorated-link cursor-pointer\" target=\"_new\" rel=\"noopener\" data-start=\"426\" data-end=\"507\">https:\/\/www.kleinwiederkaeuer.ch\/de\/service\/nationale-moderhinke-bekaempfung.html<\/a><\/li>\n<li data-section-id=\"19o0ofs\" data-start=\"549\" data-end=\"872\"><strong data-start=\"551\" data-end=\"614\">Kantonale Veterin\u00e4rdienste (\u00dcbersicht \/ Kontakte je Kanton)<\/strong><br data-start=\"614\" data-end=\"617\" \/><a class=\"decorated-link\" href=\"https:\/\/www.blv.admin.ch\/blv\/de\/home\/tiere\/transport-und-handel\/tierverkehrskontrolle\/registrierung.html\" target=\"_new\" rel=\"noopener\" data-start=\"619\" data-end=\"723\">https:\/\/www.blv.admin.ch\/blv\/de\/home\/tiere\/transport-und-handel\/tierverkehrskontrolle\/registrierung.html<\/a> <br data-start=\"761\" data-end=\"764\" \/><em data-start=\"766\" data-end=\"870\">(von dort aus findest du die zust\u00e4ndigen kantonalen Stellen bzw. Verweise auf dein Kantonstierarztamt)<\/em><\/li>\n<li data-section-id=\"458gvd\" data-start=\"874\" data-end=\"986\"><strong data-start=\"876\" data-end=\"921\">Tierverkehrsdatenbank (TVD) \/ Agate Login<\/strong><br data-start=\"921\" data-end=\"924\" \/><a class=\"decorated-link\" href=\"https:\/\/www.agate.ch\" target=\"_new\" rel=\"noopener\" data-start=\"926\" data-end=\"946\">https:\/\/www.agate.ch<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der BGK beschreibt als typische Warnzeichen Lahmheiten, das Weiden auf den Vorderknien, Entz\u00fcndungen im Zwischenklauenbereich und einen faulig-s\u00fcsslichen Geruch. Eine sichere Diagnose erfolgt mittels Tupferprobe und PCR. F\u00fcr die S\u00f6mmerung 2026 verlangt das BLV grunds\u00e4tzlich den Status \u00abfrei\u00bb und eine Kontrolle auf Lahmheiten bei der Auffuhr.<\/p>\n<p><strong>Moderhinke-Bek\u00e4mpfung zeigt Wirkung: Anteil positiver Betriebe sinkt auf 9 Prozent<\/strong><\/p>\n<p>Das nationale Programm zur Bek\u00e4mpfung der Moderhinke erzielt deutliche Fortschritte. W\u00e4hrend in der ersten Untersuchungsperiode noch 22 Prozent der Schweizer Schafhaltungen positiv getestet wurden, waren es in der Untersuchungsperiode 2025\/2026 noch 9 Prozent.<\/p>\n<p>Zwischen dem 1. Oktober 2025 und dem 31. M\u00e4rz 2026 wurden erneut s\u00e4mtliche Schweizer Schafhaltungen im Rahmen des nationalen Programms kontrolliert. Der deutliche R\u00fcckgang zeigt, dass die konsequente Sanierung betroffener Herden und die gemeinsamen Anstrengungen der Schafhaltenden, Veterin\u00e4rdienste und Fachpersonen Wirkung zeigen.<\/p>\n<p><strong>Das Ziel ist noch nicht erreicht<\/strong><\/p>\n<p>Die Moderhinke ist eine ansteckende bakterielle Klauenkrankheit, die f\u00fcr betroffene Tiere sehr schmerzhaft ist. Erkrankte Schafe lahmen und weiden teilweise auf den Vorderknien. In fortgeschrittenen F\u00e4llen kann sich das Klauenhorn abl\u00f6sen. Zudem k\u00f6nnen Abmagerung, geringere Milchleistung und schlechtere Gewichtszunahmen bei den L\u00e4mmern auftreten.<\/p>\n<p>Ziel des nationalen Bek\u00e4mpfungsprogramms ist es, den Anteil positiver Schafhaltungen innerhalb von f\u00fcnf Jahren auf unter ein Prozent zu senken. Damit dieses Ziel erreicht wird, m\u00fcssen Sanierung und Biosicherheit weiterhin konsequent umgesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>Was Schafhaltende jetzt beachten sollten<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die S\u00f6mmerung 2026 d\u00fcrfen grunds\u00e4tzlich nur Schafe aus Tierhaltungen mit dem Moderhinke-Status \u00abfrei\u00bb in S\u00f6mmerungsbetriebe verbracht werden. Der Status der Tierhaltung ist in der Tierverkehrsdatenbank ersichtlich.<\/p>\n<p>Bei der Alpauffahrt m\u00fcssen die Tiere auf Lahmheiten kontrolliert werden. Hinkende Schafe, insbesondere Tiere mit Anzeichen einer Moderhinke, d\u00fcrfen nicht in die gemeinsame Herde aufgenommen werden. Sie m\u00fcssen in den Herkunftsbestand zur\u00fcckgebracht und dem zust\u00e4ndigen kantonalen Veterin\u00e4rdienst gemeldet werden.<\/p>\n<p>Zur Vermeidung von Reinfektionen sind insbesondere folgende Punkte wichtig:<\/p>\n<ul>\n<li>nur Tiere aus Moderhinke-freien Tierhaltungen zukaufen;<\/li>\n<li>neu zugekaufte Tiere getrennt halten und kontrollieren;<\/li>\n<li>Transportfahrzeuge, Rampen, Schuhe und Arbeitsger\u00e4te reinigen;<\/li>\n<li>Klauenwerkzeuge nach der Verwendung reinigen und desinfizieren;<\/li>\n<li>Kontakte zwischen Herden auf Sammelpl\u00e4tzen, Wegen und Gemeinschaftsweiden m\u00f6glichst vermeiden;<\/li>\n<li>den Moderhinke-Status vor jedem Tierverkehr kontrollieren<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Positive Herden konsequent sanieren<\/strong><br \/>\nWird Moderhinke nachgewiesen, muss die betroffene Herde nach den Vorgaben des kantonalen Veterin\u00e4rdienstes saniert werden. Die Sanierung beruht insbesondere auf einem fachgerechten Klauenschnitt, der konsequenten Anwendung geeigneter Klauenb\u00e4der und strikten Biosicherheitsmassnahmen.<\/p>\n<p>Eine Herde kann bei konsequenter Durchf\u00fchrung der Massnahmen h\u00e4ufig innerhalb von sechs bis acht Wochen wieder frei von Moderhinke werden. In vielen F\u00e4llen ist die Sanierung ohne den Einsatz von Antibiotika m\u00f6glich. Unterst\u00fctzung bieten die kantonalen Veterin\u00e4rdienste, Tier\u00e4rztinnen und Tier\u00e4rzte sowie die ausgebildeten Moderhinke-Beraterinnen und -Berater des Beratungs- und Gesundheitsdienstes f\u00fcr Kleinwiederk\u00e4uer.<\/p>\n<p>Der R\u00fcckgang von 22 auf 9 Prozent ist ein wichtiger Erfolg. Entscheidend ist nun, die erzielten Fortschritte zu sichern und Reinfektionen durch konsequente Biosicherheit zu verhindern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das nationale Bek\u00e4mpfungsprogramm zeigt Wirkung: Der Anteil der von Moderhinke betroffenen Schweizer Schafhaltungen ist von 22 auf 9 Prozent gesunken. F\u00fcr den weiteren Erfolg bleiben Sanierung, Biosicherheit und die Kontrolle des Tierverkehrs entscheidend. Die Moderhinke-Bek\u00e4mpfung in der Schweiz zeigt deutliche Fortschritte. Erfahren Sie, was Schafhaltende bei S\u00f6mmerung, Tierverkehr und Biosicherheit beachten m\u00fcssen. 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